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Google-Unternehmensprofil einrichten.

Aktualisiert: Oktober 2026Lesezeit: 8 MinutenVon Rafael Fernandes, Dotwil

Wer «Coiffeur Adliswil» oder «Schreiner in der Nähe» sucht, sieht zuerst eine Karte mit drei Betrieben. Welche dort erscheinen, entscheidet nicht die Website allein, sondern vor allem das Google-Unternehmensprofil. Es ist kostenlos und in einer Stunde eingerichtet. Diese Anleitung zeigt, worauf es ankommt und welche Fehler das Profil schwächen oder sogar sperren lassen.

Kurz erklärt

Das Google-Unternehmensprofil (früher «Google My Business») ist der Eintrag deiner Firma in Google Maps und in den lokalen Suchergebnissen. Wichtig sind: der echte Firmenname ohne Zusätze, die passende Hauptkategorie, korrekte Angaben zu Adresse oder Einzugsgebiet, Öffnungszeiten und Website, gute Fotos und regelmässige, ehrliche Bewertungen. Das Profil ist kostenlos; niemand muss dafür eine «Google-Eintragung» bezahlen.

Warum das Profil für lokale Betriebe so wichtig ist

Bei Suchen mit Ortsbezug zeigt Google oberhalb der normalen Ergebnisse eine Karte mit einigen Betrieben, das sogenannte Local Pack. Viele Menschen klicken dort direkt auf «Anrufen», «Route» oder «Website», ohne weiter nach unten zu scrollen. Für Handwerksbetriebe, Praxen, Coiffeure oder Läden ist das oft der wichtigste Weg, über Google neue Kundschaft zu gewinnen.

Google gewichtet dabei nach eigenen Angaben drei Dinge: wie gut ein Profil zur Suche passt (Relevanz), wie nah der Betrieb ist (Entfernung) und wie bekannt und gut bewertet er ist (Bekanntheit). Die Entfernung kannst du nicht beeinflussen, die anderen beiden schon.

Schritt für Schritt einrichten

1. Profil anlegen oder übernehmen

Suche zuerst bei Google nach deinem Firmennamen und Ort. Oft existiert schon ein automatisch angelegter Eintrag. Dann beanspruchst du ihn, statt einen zweiten zu erstellen; doppelte Einträge schaden der Sichtbarkeit. Gibt es noch keinen, legst du das Profil über die Google-Suche oder Google Maps neu an. Du brauchst dafür ein Google-Konto, idealerweise eines, das zur Firma gehört.

2. Name und Hauptkategorie

Trage den Namen ein, unter dem du im Alltag auftrittst, genau wie auf Schild, Rechnung und Website. Keine Ortsnamen, Slogans oder Suchbegriffe anhängen: Das verstösst gegen die Richtlinien und ist einer der häufigsten Gründe für gesperrte Profile.

Die Hauptkategorie ist die wichtigste einzelne Einstellung für die Relevanz. Wähle die Kategorie, die dein Kerngeschäft am genauesten beschreibt, also eher «Schreinerei» als «Bauunternehmen». Ergänzende Kategorien kannst du zusätzlich angeben, aber nur für Leistungen, die du wirklich anbietest.

3. Adresse oder Einzugsgebiet

Kommt deine Kundschaft zu dir, etwa in einen Laden oder eine Praxis, gibst du die Adresse an. Fährst du zu deiner Kundschaft oder arbeitest du von zu Hause, kannst du die Adresse ausblenden und stattdessen ein Einzugsgebiet festlegen, zum Beispiel «Adliswil, Langnau am Albis, Thalwil». Nenne die Gemeinden, in denen du tatsächlich arbeitest, nicht den halben Kanton.

4. Bestätigung

Bevor das Profil öffentlich erscheint, musst du bestätigen, dass der Betrieb dir gehört. Google wählt die Methode selbst; möglich sind je nach Fall zum Beispiel ein Code per Telefon oder E-Mail, ein kurzes Video vom Betrieb oder ein Code per Post. Halte Firmenschild, Geschäftsunterlagen oder Werkzeug bereit, falls ein Video verlangt wird.

5. Die Details vervollständigen

  • Öffnungszeiten, auch Feiertage und Betriebsferien. Falsche Zeiten führen zu verärgerten Kundinnen und schlechten Bewertungen.
  • Telefonnummer und Website: Verlinke die passende Seite, für einen Standort zum Beispiel die Startseite oder eine Seite zu deinem Ort.
  • Beschreibung: In wenigen Sätzen, was du anbietest, für wen und wo. Ohne Links, Preisaktionen oder Grossbuchstaben.
  • Leistungen oder Produkte mit kurzen Beschreibungen, gerne mit Preisangaben, wenn sie stimmen.
  • Fotos: Logo, Titelbild, Team, Arbeiten, Räume. Echte Fotos wirken besser als Bilddatenbanken.

Gleiche Angaben überall

Name, Adresse und Telefonnummer sollten im Google-Profil, auf deiner Website und in Verzeichnissen wie local.ch und search.ch genau gleich geschrieben sein. Widersprüchliche Angaben, etwa eine alte Telefonnummer in einem Verzeichnis, machen es Google schwerer, deinem Profil zu vertrauen. Ein kurzer Abgleich einmal im Jahr genügt meist.

Auf deiner Website gehören diese Angaben ins Impressum und am besten zusätzlich als strukturierte Daten in den Quelltext. Mehr zu den Pflichtangaben im Ratgeber Impressum und Datenschutz für KMU-Websites.

Bewertungen: aktiv und ehrlich

Bewertungen beeinflussen, wer in der Kartensuche oben steht, und überzeugen neue Kundschaft. Die wirksamste Methode ist einfach: Frag zufriedene Kundinnen und Kunden direkt nach dem Auftrag, ob sie eine Bewertung schreiben möchten, und schick ihnen den Bewertungslink aus deinem Profil.

  • Keine Gegenleistung: Rabatte oder Geschenke für Bewertungen verbietet Google.
  • Keine gefälschten Bewertungen, auch nicht von Familie oder Mitarbeitenden. Gefälschte Bewertungen können in der Schweiz zudem gegen das Lauterkeitsrecht (UWG) verstossen.
  • Jede Bewertung beantworten, kurz und persönlich. Bei Kritik sachlich bleiben und eine Lösung anbieten; das lesen spätere Kundinnen und Kunden mit.

Das Profil lebendig halten

Ein Profil, das gepflegt wird, wirkt vertrauenswürdiger. Mit Beiträgen kannst du Neuigkeiten, Angebote oder Veranstaltungen direkt im Profil zeigen, zum Beispiel neue Leistungen, Ferienzeiten oder ein abgeschlossenes Projekt. Ein Beitrag alle paar Wochen genügt. Lade zudem ab und zu neue Fotos hoch und prüfe, ob Öffnungszeiten und Leistungen noch stimmen.

Prüfe gelegentlich auch, ob jemand Änderungen an deinem Profil vorgeschlagen hat. Google kann Vorschläge von Nutzerinnen und Nutzern übernehmen, etwa geänderte Öffnungszeiten. Mit regelmässigem Blick ins Profil bemerkst du falsche Angaben rechtzeitig.

Profil und Website arbeiten zusammen

Das Profil bringt dich in die Karte, die Website überzeugt. Wer auf «Website» klickt, sollte in wenigen Sekunden sehen, was du anbietest, wo du arbeitest und wie man dich erreicht, auch auf dem Handy. Eine Website, die Ort und Leistung klar nennt, stützt zudem die Relevanz deines Profils.

Wie gut deine Website dafür vorbereitet ist, zeigt dir der kostenlose Website-Check in wenigen Sekunden. Was eine Website für lokale Betriebe sonst braucht, steht in der Website-Checkliste für KMU.

Häufige Fehler

  • Suchbegriffe im Firmennamen: führt zu Sperrungen.
  • Doppelte Profile für denselben Betrieb, etwa nach einem Umzug.
  • Zu allgemeine Hauptkategorie: «Dienstleistung» statt der konkreten Branche.
  • Veraltete Öffnungszeiten, besonders an Feiertagen.
  • Ein riesiges Einzugsgebiet, das nicht der Realität entspricht.
  • Bewertungen unbeantwortet lassen, vor allem kritische.
  • Für die Eintragung bezahlen: Das Profil ist kostenlos.

Häufige Fragen zum Google-Unternehmensprofil

Was kostet ein Google-Unternehmensprofil?

Nichts. Das Profil ist kostenlos. Vorsicht bei Anrufen oder E-Mails, die für eine «Google-Eintragung» Geld verlangen: Google verlangt für das Profil keine Gebühr.

Muss ich meine Adresse im Google-Profil zeigen?

Nein, wenn deine Kundschaft nicht zu dir kommt. Handwerker, mobile Dienstleister oder Selbstständige, die von zu Hause arbeiten, können die Adresse ausblenden und stattdessen ihr Einzugsgebiet angeben, zum Beispiel einzelne Gemeinden. Für die Bestätigung braucht Google die Adresse trotzdem.

Darf ich Ortsnamen oder Suchbegriffe in den Firmennamen schreiben?

Nein. Der Name im Profil muss dem Namen entsprechen, unter dem du im Alltag auftrittst, zum Beispiel auf Schild, Briefpapier und Website. Zusätze wie «Bester Maler Zürich» verstossen gegen die Google-Richtlinien und können zur Sperrung des Profils führen.

Darf ich Kundinnen und Kunden für Bewertungen belohnen?

Nein. Google verbietet Gegenleistungen für Bewertungen, und gekaufte oder gefälschte Bewertungen können in der Schweiz zudem gegen das Lauterkeitsrecht verstossen. Erlaubt und sinnvoll ist, zufriedene Kundschaft aktiv und freundlich um eine ehrliche Bewertung zu bitten.

Brauche ich trotz Google-Profil eine eigene Website?

Ja, beides ergänzt sich. Das Profil bringt dich in Google Maps und die Kartenergebnisse, die Website erklärt dein Angebot ausführlich, gehört dir und wird auch von anderen Suchmaschinen und KI-Assistenten gefunden. Google berücksichtigt die verlinkte Website zudem bei der Einschätzung deines Profils.

Kostenlos anfragen

Eine Website, die zu deinem Profil passt

Ich baue Websites für lokale Betriebe, die Ort und Leistung klar zeigen und auf dem Handy schnell laden. Ohne Startkosten, im Website-Abo ab CHF 49 pro Monat. Auf Wunsch zeige ich dir, wie du dein Google-Profil passend dazu einrichtest.

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