Website-Checkliste für KMU.
Viele KMU-Websites wurden einmal mit viel Aufwand gebaut und danach kaum mehr angeschaut. Mit dieser Checkliste prüfst du deine Website in einer halben Stunde selbst: mit dem eigenen Handy, einem Browser und dem Blick einer Kundin, die dich noch nicht kennt. Jeder Punkt, der nicht stimmt, kostet Anfragen.
Eine gute KMU-Website zeigt in wenigen Sekunden, was du anbietest, wo und wie man dich erreicht, und funktioniert auf dem Handy einwandfrei. Dazu kommen eine sichere Verbindung, aktuelle Inhalte, Grundlagen für Google und vollständige Rechtstexte. Die technischen Punkte prüft der kostenlose Website-Check automatisch; die Inhalte kann nur jemand beurteilen, der hinschaut.
Der erste Eindruck: die ersten 5 Sekunden
Öffne deine Startseite auf dem Handy und stell dir vor, du kennst deinen Betrieb nicht.
- 1. Was bietest du an? Steht es in einem Satz ganz oben, mit den Worten, die deine Kundschaft verwendet? «Badumbau und Sanitär-Notdienst» sagt mehr als «Ihr Partner für Lösungen».
- 2. Wo bist du tätig? Ort oder Einzugsgebiet sind sichtbar, nicht nur im Impressum.
- 3. Wie erreicht man dich? Telefonnummer zum Antippen oder ein klarer Kontakt-Button, ohne zu scrollen.
- 4. Wirkt die Seite gepflegt? Kein altes Copyright-Jahr, keine Hinweise auf längst vergangene Aktionen, keine kaputten Bilder.
- 5. Gibt es einen nächsten Schritt? Jede wichtige Seite endet mit einer klaren Aufforderung: anrufen, Termin buchen, Offerte anfragen.
Inhalte, die überzeugen
- 6. Leistungen einzeln beschrieben: Jede wichtige Leistung hat einen eigenen Abschnitt oder eine eigene Seite, verständlich und ohne Fachjargon.
- 7. Preise oder Preisrahmen, wo es möglich ist. Wer Preise nennt, muss die tatsächlich zu bezahlenden Endpreise angeben.
- 8. Echte Menschen: Foto von dir oder dem Team und ein paar Sätze über den Betrieb. Lokale Kundschaft will wissen, mit wem sie es zu tun hat.
- 9. Referenzen: Arbeiten, Projekte oder Kundenstimmen, aber nur echte und nur mit Einverständnis der Kundinnen und Kunden.
- 10. Aktuelle Angaben: Öffnungszeiten, Ferien, Team und Angebot stimmen heute.
- 11. Häufige Fragen beantwortet: Was kostet es, wie lange dauert es, kommst du auch nach X?
Handy und Tempo
- 12. Lesbar ohne Zoomen: Text gross genug, nichts ragt über den Bildschirmrand.
- 13. Bedienbar mit dem Daumen: Menü und Buttons lassen sich treffen, Formulare lassen sich ausfüllen.
- 14. Schnell geladen: Die Seite ist auch im Mobilfunknetz nach wenigen Sekunden nutzbar. Grosse Bilder sind die häufigste Bremse.
- 15. Keine störenden Pop-ups, die den Inhalt auf dem Handy verdecken.
Technik und Sicherheit
- 16. Sichere Verbindung: Die Adresse beginnt mit https:// und der Browser zeigt keine Warnung.
- 17. Updates: System, Plugins und Theme erhalten regelmässig Sicherheitsupdates. Veraltete Software ist das grösste Risiko für gehackte Websites. Mehr dazu im Ratgeber WordPress-Website ablösen.
- 18. Backups: Es gibt aktuelle Sicherungen, und du weisst, wer die Website im Notfall wiederherstellt.
- 19. Formulare funktionieren: Schick dir selbst eine Testanfrage. Kommt sie an, auch nicht im Spam-Ordner?
Google und KI-Suche
- 20. Jede Seite hat einen eigenen Titel und eine Beschreibung, die Leistung und Ort nennen. So erscheint sie in den Suchergebnissen.
- 21. Wichtiges steht als Text, nicht nur im Bild: Suchmaschinen und KI-Assistenten lesen Text, keine Schrift in Bildern.
- 22. Google-Unternehmensprofil ist eingerichtet und verlinkt auf deine Website. Wie das geht, steht im Ratgeber Google-Unternehmensprofil einrichten.
- 23. Die Website ist bei Google bekannt: Eine Suche nach deinem Firmennamen findet sie. Mit der kostenlosen Google Search Console siehst du, über welche Suchbegriffe Besucherinnen kommen.
Rechtliches
- 24. Impressum und Datenschutzerklärung sind von jeder Seite aus erreichbar und aktuell, auch was eingebundene Dienste wie Karten, Videos oder Analyse-Tools betrifft. Details im Ratgeber Impressum und Datenschutz.
- 25. Bildrechte: Für jedes Bild hast du die Rechte, und abgebildete Personen sind einverstanden.
Die rechtlichen Punkte sind eine allgemeine Orientierung nach Schweizer Recht und ersetzen keine Rechtsberatung.
Und jetzt?
Zähl die Punkte, die nicht stimmen. Einzelne fehlende Inhalte lassen sich meist schnell ergänzen. Hakt es bei mehreren Punkten aus «Handy und Tempo» oder «Technik und Sicherheit», oder ist jede Änderung mühsam, ist ein Neuaufbau oft die günstigere Lösung als ständiges Flicken. Was das kostet, vergleicht der Ratgeber Was kostet eine Website in der Schweiz?
Die technischen Punkte (Sicherheit, Handy, Tempo, Google-Grundlagen, Rechtstexte und veraltete Technik) prüft der kostenlose Website-Check automatisch in wenigen Sekunden.
Häufige Fragen
Wie oft sollte ich meine Website prüfen?
Ein kurzer Blick auf Öffnungszeiten, Preise und Kontaktangaben lohnt sich jeden Monat. Die ganze Checkliste genügt einmal im Jahr, zusätzlich nach grösseren Änderungen an Angebot, Team oder Adresse.
Woran erkenne ich, dass eine Website veraltet ist?
Typische Zeichen sind: Die Seite ist auf dem Handy schwer zu bedienen, lädt langsam, zeigt keine sichere Verbindung (kein Schloss in der Adresszeile), hat ein altes Copyright-Jahr oder veraltete Inhalte, oder das System im Hintergrund erhält keine Updates mehr.
Kann ich meine Website selbst prüfen, ohne Fachwissen?
Ja, die meisten Punkte dieser Checkliste prüfst du mit dem eigenen Handy und ein paar Minuten Zeit. Technische Punkte wie Sicherheit und Google-Grundlagen zeigt dir der kostenlose Website-Check automatisch.
Lohnt sich eine neue Website oder reicht eine Überarbeitung?
Fehlen vor allem Inhalte, reicht oft eine Überarbeitung. Erhält das System keine Updates mehr, ist die Seite auf dem Handy kaum nutzbar oder wäre jede Änderung aufwendig, ist ein Neuaufbau meist günstiger als ständiges Flicken.
Zu viele offene Punkte?
Ich baue deine Website neu und kümmere mich danach um Updates, Backups und Änderungen. Ohne Startkosten, im Website-Abo ab CHF 49 pro Monat, Mindestlaufzeit 12 Monate.