WordPress-Website ablösen: wann es sich lohnt.
WordPress betreibt rund 40 Prozent aller Websites weltweit, auch viele von Schweizer KMUs. Oft wurde die Website vor Jahren von einer Agentur oder einem Bekannten aufgesetzt, und heute weiss niemand mehr genau, wer sich um Updates kümmert. Dieser Ratgeber hilft dir zu entscheiden, ob du deine WordPress-Website behalten, aufräumen oder ablösen solltest, und zeigt, wie der Wechsel gelingt, ohne Google-Rankings oder E-Mails zu verlieren.
Eine WordPress-Website abzulösen lohnt sich, wenn sie langsam, veraltet oder unsicher ist, viele Plugins braucht und du Inhalte ohnehin selten selbst änderst. Behalten solltest du WordPress, wenn du regelmässig selbst publizierst oder auf bestimmte Plugins wie einen Shop angewiesen bist. Beim Wechsel sind drei Dinge entscheidend: Inhalte sichern, alte Adressen per Weiterleitung auf die neuen umleiten und E-Mail-Einstellungen nicht verlieren.
Selbsttest: Ist es Zeit für einen Wechsel?
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Warum ältere WordPress-Websites zum Problem werden
Plugins sind das grösste Risiko
WordPress selbst ist gut gepflegt. Der grösste Teil der bekannten Sicherheitslücken betrifft Plugins und Themes. Jedes zusätzliche Plugin ist Code eines anderen Herstellers, der aktuell gehalten werden muss. Wird ein Plugin nicht mehr weiterentwickelt, bleibt eine Lücke offen.
Updates können die Website zerstören
Wer lange nicht aktualisiert, scheut irgendwann das Update, weil danach Teile der Website nicht mehr funktionieren könnten. So bleibt die Website veraltet, und das Risiko steigt weiter.
Page Builder machen Websites langsam
Baukästen innerhalb von WordPress erleichtern das Gestalten, erzeugen aber viel zusätzlichen Code. Das macht Seiten langsamer, was Besucher vertreibt und sich negativ auf das Google-Ranking auswirken kann.
Die Technik darunter altert
WordPress läuft mit PHP. Alte PHP-Versionen bekommen keine Sicherheitsupdates mehr, und ältere Themes oder Plugins funktionieren mit neuen Versionen oft nicht. Irgendwann lässt sich die Website nur noch mit grossem Aufwand modernisieren.
Wann du WordPress behalten solltest
Ein Wechsel ist nicht immer die beste Lösung. WordPress bleibt eine gute Wahl,
- wenn du oder dein Team regelmässig selbst Beiträge, News oder Blogartikel veröffentlicht,
- wenn du auf bestimmte Plugins angewiesen bist, zum Beispiel einen Shop mit WooCommerce oder ein Buchungssystem,
- wenn die Website schnell, aktuell und von jemandem zuverlässig gewartet ist.
In diesen Fällen lohnt sich oft eher ein Aufräumen: unnötige Plugins entfernen, Updates nachholen, schnelleres Hosting und ein fester Wartungsvertrag.
Die Alternativen im Überblick
| Option | Vorteile | Nachteile |
|---|---|---|
| WordPress aufräumen und warten lassen | Bestehende Inhalte und Funktionen bleiben, du kannst weiter selbst publizieren | Laufende Wartungskosten, Plugin-Risiko bleibt |
| Website-Baukasten (Wix, Squarespace, Jimdo) | Einfach zu bedienen, Hosting inklusive | Eigene Zeit für Aufbau und Pflege, Bindung an den Anbieter, eingeschränkte Gestaltung |
| Neue, schlanke Website, betreut | Schnell, sicher, kaum Wartungsaufwand, jemand kümmert sich um alles | Inhalte änderst du per Auftrag statt selbst |
| Anderes CMS | Moderne Redaktionsoberfläche für Teams | Grösseres Projekt, oft teurer in Aufbau und Betrieb |
Eine neue, schlanke Website im Website-Abo passt besonders gut, wenn du Inhalte selten selbst änderst und dich nicht mehr um Technik kümmern willst. Wenn du täglich selbst publizierst, ist ein System mit Redaktionsoberfläche die bessere Wahl.
So gelingt der Wechsel in sieben Schritten
1. Bestandsaufnahme
Liste alle Seiten, Formulare und Funktionen auf, die die neue Website braucht. Prüfe in der Google Search Console, welche Seiten Besucher bringen. Diese brauchen besondere Sorgfalt.
2. Inhalte und Daten sichern
Erstelle ein vollständiges Backup und exportiere Texte und Bilder. WordPress bietet dafür unter «Werkzeuge» einen Export an. Denke auch an Formulareinträge oder Kundendaten, die in der Datenbank liegen.
3. Adressen planen und Weiterleitungen einrichten
Das ist der wichtigste Schritt für dein Google-Ranking. Behalte die bisherigen Adressen, wo möglich. Wo sich eine Adresse ändert, leitet eine dauerhafte Weiterleitung (301) Besucher und Google von der alten auf die neue Seite. Ohne Weiterleitungen landen Besucher auf Fehlerseiten, und du verlierst Rankings, die oft über Jahre aufgebaut wurden.
4. E-Mail und Domain klären
Oft laufen Website und E-Mail beim gleichen Hosting-Anbieter. Wer beim Umzug die DNS-Einträge falsch umstellt oder das alte Hosting kündigt, verliert plötzlich seine E-Mails. Notiere vorher alle DNS-Einträge, besonders MX, SPF und DKIM, und übernimm sie unverändert.
5. Neue Website bauen und testen
Baue die neue Website auf einer Testadresse, prüfe sie auf Smartphone und Computer und teste jedes Formular mit einer echten Anfrage.
6. Umschalten
Stelle die Domain auf die neue Website um und prüfe direkt danach, ob alle wichtigen Seiten, Weiterleitungen und Formulare funktionieren.
7. Nach dem Wechsel
Reiche die neue Sitemap in der Google Search Console ein und beobachte in den ersten Wochen, ob Fehlerseiten auftauchen. Schalte die alte WordPress-Installation danach vollständig ab. Eine vergessene, nicht mehr gewartete Installation ist ein typisches Einfallstor für Angriffe.
Checkliste für den Wechsel
- Backup der alten Website erstellt und Inhalte exportiert
- Liste aller bisherigen Adressen mit Ziel auf der neuen Website
- Weiterleitungen (301) für alle geänderten Adressen eingerichtet
- Alle DNS-Einträge notiert, E-Mail-Einträge unverändert übernommen
- Seitentitel und Beschreibungen für Google übernommen oder verbessert
- Formulare mit echten Anfragen getestet
- Impressum und Datenschutzerklärung an die neue Technik angepasst (siehe Ratgeber Impressum und Datenschutz)
- Neue Sitemap in der Google Search Console eingereicht
- Alte WordPress-Installation und nicht mehr benötigtes Hosting gekündigt
Häufige Fragen zum Wechsel von WordPress
Verliere ich mein Google-Ranking, wenn ich WordPress ablöse?
Nicht, wenn der Wechsel sauber geplant ist. Entscheidend sind dauerhafte Weiterleitungen von allen alten auf die neuen Adressen, übernommene Seitentitel und eine neue Sitemap. Eine schnellere Website kann dein Ranking sogar verbessern.
Kann ich meine Inhalte mitnehmen?
Ja. Texte und Bilder lassen sich aus WordPress exportieren und auf der neuen Website verwenden. Oft ist der Wechsel eine gute Gelegenheit, veraltete Inhalte zu überarbeiten oder wegzulassen.
Was passiert mit meinen E-Mail-Adressen?
Deine E-Mail-Adressen bleiben bestehen, solange die E-Mail-Einträge im DNS beim Umzug unverändert übernommen werden und du das bisherige E-Mail-Hosting nicht kündigst. Kläre vor dem Wechsel, wo deine E-Mails heute laufen.
Kann ich nach dem Wechsel noch selbst Inhalte ändern?
Das hängt von der neuen Lösung ab. Bei einem Website-Abo von Dotwil schickst du Änderungswünsche per E-Mail, und ich setze sie um. Wenn du sehr häufig selbst publizieren willst, ist ein System mit eigener Redaktionsoberfläche sinnvoller.
Wie lange dauert ein Wechsel?
Für eine typische KMU-Website mit wenigen Seiten dauert der Wechsel meist zwei bis sechs Wochen. Am meisten Zeit brauchen in der Regel die Inhalte, nicht die Technik.
Deine WordPress-Website ablösen?
Ich baue deine Website neu auf, übernehme die Inhalte, richte die Weiterleitungen ein und kümmere mich danach um alles. Ohne Startkosten, im Website-Abo ab CHF 49 pro Monat.